Streitkultur

Meine Eltern sahen Streit am Sonntag morgen als etwas natürliches an. Zu den Zeiten, wo es uns noch gut ging, hatten wir 1-3 Zeitungen abonniert. In der Regel FAZ, Tagesspiegel, Berliner Morgenpost oder Süddeutsche. Je nach dem wo wir gerade wohnten.

Diese wurden dann geteilt und gelesen. Sonntag morgens. Bei einem Kaffee, im Anschluß an das eigentliche Frühstück. Das war, als ich jünger war, das Signal für mich und meine Geschwister spielen zu gehen. Denn an irgend einem Punkt lasen sie sich dann gegeinseitig aus der Zeitung vor, woraufhin einer der beiden ein Kommentar zu dem gelesen abgab.

Diese Kommentar war denn der Kristallisationspunkt für die sich dann entspinnende Spirale aus Kontra-Kommentar und sachtem Dialog zu gegensätzlichen Positionen, Eskalation der Argumentationskette, längere Monologe beider Parteien zu dem eigenen Standpunkt beim weit ausholen und dann zu guter letzt die lautstarke Streitdebatte. Das konnte, zumindest aus meinem Gedächtnis 2-3 Stunden dauern.

Danach wurde der Tisch abgeräumt, die üblicherweise beknackte Idee eines Sonntagsspaziergangs, idealerweise 1 Autostunde entfernt an einen total langweiligen Ort, herausgekramt und dann nach dem üblichen Gezeter Kinder versus Eltern als Kinder zu verlieren und den eingespielten Zustand zu verlassen.

Irgendwann kam der Punkt, da ging ich nicht mehr ins Kinderzimmer, sondern blieb sitzen. Ich habe erst viele Jahre später begriffen, mein Wunsch war der einen gewissen Konsens herzustellen. Die Vermittlerrolle lag mir – beiden Seiten zuhören, die Argumente abwägen, auf logische Ungereimtheiten und Gemeinsamkeiten hin abklopfen. Weitere knapp 20 Jahre später kam mir der Gedanke, dass auch der Wunsch bestand einen gewissen Fortschritt in die Diskussion zu bringen. Positionen, auf die man sich geeinigt hatte als Basis für weitere Diskussionen zu nutzen.

Das war aber fruchtlos. Heute sehe ich das so, und das wird sich vermutlich auch wieder in den nächsten 20 Jahren ändern, dass meine Eltern in der rechts-links (bzw. konservativ/liberal und links-sozial) Position gefangen waren. Als Kinder der 55er Jahre war es für sie normal, die Grundsatzdebatte immer und immer wieder zu führen, um zu prüfen, ob man da wo man sich verortete auch nach einem Streitgespräch mit einer Mischung aus Schreien, laut reden, Fakten und sicherlich akademischer Basis nach wie vor befand.

Für diese Generation, gemischt mit der Tatsache, dass beide aus Berlin kamen, sie viel mit den typischen 68er Themen in Berührung kamen – Demos, GIs, DDR usw. – also für diese beiden war dieser Form des Diskurses nicht nur wichtig, sondern eine nachhaltige Bestätigung eines freien Geistes mit einer freien Meinungsbildung. Das Recht auf eine eigene Meinung, unumstößlicher Grundgesinnung, das Recht auf Diskurs.

Interessanterweise spiegelte das aber auch die Beziehung wieder und festigte sie. Später, als es von “geht gut” auf “geht nicht mehr so gut” umschwing, rein wirtschaftlich betrachtet, innerhalb unserer Familie meine ich damit, da bewies sich wie robust diese Beziehung geworden war. Ein Streit war kein Grund sich zu trennen, gegensätzliche Positionen kein Grund sich nicht zu lieben oder erstmal einfach nur als Paar weiter zu machen. Das ist die gute Seite.

Die nicht ganz so gute ist, dass ich mit dieser Streitkultur zwar eine Menge anfangen kann, aber nicht ohne Fortschritt. Eine einmal geführte Debatte mit einem bestimmten Ausgang muss aus meiner Sicht erst wieder angefasst werden, wenn sich die Faktenlage geändert hat. Für mich sind Diskussionen nicht Kreisförmig sondern eine Spirale, die mal eine spitz zulaufende Form hat und dann wieder breit und zylindrisch wird.

Und für mich stelle ich fest, dass mir die Nerven fehlen, die hart geführten Diskurse nicht an mich herankommen zu lassen. Sie belasten mich. Daher gehe ich ihnen aus dem Weg. Desweiteren: Trotz der ganzen Streiterei haben sich meine beiden Eltern nicht aktiv in die Politik eingebracht, sondern schimpfen – in dem Fall mein Vater – auch 20 Jahre später über das Scheiss-Rentensystem. Er hat ja recht, aber das wussten er und ich auch schon vor 20 Jahren. Hier hätte es geholfen in eine Partei einzutreten und die lautstark geführten Monologe dort zu führen, wo sie hingehören. In der Partei, im Parlament oder auf einer Orangenkiste im Hyde Park. Solange außerhalb meiner akustischen Aufmerksamkeit, wäre ich mit allem einverstanden gewesen.

Ich frage mich, ob meine Frau und ich ausreichend streiten. Wir streiten wenig. Wir tauschen Fakten, Gefühle, Meinungen und Fragen aus. Manchmal monologisiere ich, um mir selber zuzuhören und zu schauen, wie sie darauf reagiert. Sagt sie so weiter nichts, dann sind meine Ansichten nicht zu krass – was hilft sich zu verorten. Lächelt sie, dann meine ich das nicht so ernst vielleicht, wie ich das sage…es ist ein völlig anderes verorten, als das was meine Eltern gemacht haben.

Ich empfinde die alte Streitkultur für überkommen. Ein rechts gegen links ist verkehrt, es ist so, als würde man gegen die falsche Anforderung arbeiten. Gesellschaftlich betrachtet stehen wir heute vor der Fragestellung, wie es sein kann, dass ein derart großer Teil der Bevölkerung derart abgehängt ist.

Ja, bitte – keine Reflexe. Derart abgehängt heißt hier ja nicht wirtschaftlich. Wirtschaftlich sind wir spätestens zu 95% abgehängt, wenn auf “Der Boot” Boote vorgestellt werden die 250.000-9 Mio Euro kosten. Nein, mit abgehängt meine ich inhaltlich. Menschen, die glauben, dass Fremde das Schlechte ins Land bringen. Menschen, die glauben, dass die AfD Recht hat. Die glauben, dass die Erde eine Scheibe ist und die Medien nur Lügenpresse. Die ein derart verqueres Weltbild haben, dass ich mich frage ob es neben der grundsätzlichen Rasse “Homo Sapiens” noch eine weitere Gemeinsamkeit gibt.

Die Gefühlswelten sind so weit auseinander. Während der eine glaubt, die Apokalypse stehe ständig nur Millisekunden kurz bevor, glaubt der andere, also ich, das wir eine geile Zeit vor uns haben. Soviel COOOOOOOLES Zeug. Ich muss nicht mehr Fernsehgucken, wenn der Sender sendet, sondern dann wenn ich will. Ich kann überall hinreisen und brauche dafür kein eigenes Auto. Ich kann meine Meinung frei äußern. Meine Kinder bekommen eine anständige Bildung – alles meckern ist auf hohem Niveau. Ich kann mit meinen Wehwehchen zum Arzt – ja manchmal muss man warten, aber wir haben Ärzte. Und die behandeln in der Regel auch richtig. Geh mal nach Mittel-Afrika! Ich war da nie, aber meine Freundin die als Chirurgin mit Ärzt ohne Grenzen dort war hat ein paar Bilder gemacht. Da sind wir hier im sprichwörtlichen Paradies dagegen.

Das schöne ist ja an der Betrachtungsweise, dass wir uns offensichtlich zu einer Gesellschaft hinentwickelt haben wo der wirtschaftliche Aspekt in den Hintergrund tritt und man gewahr wird, dass Wirtschaft nur ein Feigenblatt für gesellschaftliche Fehlentwicklung ist. Dahinter verbergen sich aus meiner Sicht fehlende Inklusionsmodelle.

Was ich damit meine sind Möglichkeiten sich gegenseitig zu begegnen, aber irgendwie grenz man sich doch stark voneinander ab. Ob von andersdenkenden oder was auch immer. Die Parteienlandschaft spiegelt das gut wieder. Der linke vom rechten usw. Wir sollten aus meiner Sicht weniger versuchen in diesen Schubladen zu denken und die Übergänge zwischen den Schubladen so schwer machen.

Schön wäre es, wenn wir einen Wettkampf der guten Ideen hätten, der offen ist für alle Menschen und der Veränderung in jedweder Hinsicht zulässt. Vielleicht würde das mehr Menschen zusammenbringen, wenn nicht klar wäre, das eh keiner zuhört. Und ein Streitgespräch hätte dann als Ergebnis einen Fortschritt erzielt, und vielleicht die beste Idee auserkoren. Mit der man dann weitermachen und die nächste beste Idee entwickeln kann.

Das könnte nach 20 Jahren dann zu einem Sammelsband an guten Ideen führen, die sich in tausenden Streitstunden bewährt haben und die man dann ins Parlament, auf die Arbeit oder einfach ins persönliche Wertereservoir aufnehmen kann. Und ja, die Ideen werden nicht 20 Jahre die gleichen bleiben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Süßes sonst gibt es Saures

Mein kleiner Sohn möchte gerne Süßigkeiten kaufen. Er hat 2,55 in Kleingeld dabei und einen 10 Euro Schein. Wir machen aus, dass er maximal 2,55 Euro ausgibt. Die 10 Euro möchte er trotzdem mitnehmen und ich stimme zu. Falls er sich um ein paar Cent verrechnet, hat er so einen Puffer. Er kommt mit Süßkeiten für 12,13 Euro zurück. Meiner Frau und mir bringt er Küsschen mit, mir eine Packung Chips. Seiner kleinen Cousine, die dabei war, ebenfalls eine Packung Chips. Und dann noch so Zeug…

Beim nächsten Mal gibt es 2,55 Euro mit. Punkt. 🙂

Positive Nachrichten – Rettungsgasse

In letzter Zeit lese ich häufiger, dass bei Staus Rettungsgassen nicht gebildet werden. Ich war kürzlich auf dem Weg von Berlin nach Frankfurt und es gab eine kurze Vollsperrung auf der A9. Die Menschen hatten schon lange vor meiner Ankunft eine perfekte Rettungsgasse gebildet.

Große Feuerwehren wie auch Rettungswagen konnten ohne zu bremsen mit Volldampf durch die Gasse rasen – hin und wieder stand jemand nicht ganz optimal, was ihm ein wütendes Hupen des vorbeirasenden Feuerwehrautos einbrachte, aber das war meckern auf hohem Niveau. Der Feuerwehrmann fuhr trotzdem ungebremst weiter. Auch waren die Menschen sehr gefasst, trotz der knappen Stunde Wartezeit. Der Panamera Fahrer vor mir rauchte mit seinen Mitfahrern Kette, hinter mir unterhielten sich zwei Graubärte über das was sich vor uns so ausbreitete. Wir standen auf einer leichten Anhöhe und konnten die ca. 2 km bis zum Unfall gut überblicken.

Dann kam irgendwann der Abschleppwagen, ebenfalls in hohem Tempo durch die Rettungsgasse und ca. 60 Minuten später waren wir schon wieder unterwegs.

Scheitern von IT Projekten – heute: BRAK / beA

Hallo zusammen,

wir haben hier in Deutschland den Versuch unternommen (mittlerweile mehrfach) den Brief zu ersetzen. Das scheint nicht so einfach zu sein, erst ist DE-Mail ein Rohrkrepierer (erfolgreich live gegangen, aber es nutzt niemand) und jetzt ist es halt das beA Postfach. Die Lösung ist aus Sicht mancher in Bezug auf beA ganz einfach:

Man braucht ein Lastenheft. Man muss erstmal sagen was man will und das am besten mit Fachleuten zusammen niederschreiben.

Das klingt immer alles so schön einfach. Und wer würde gegen die Reihenfolge “Sagen was man will” und “mit Fachleuten” und dann “liefern” etwas einzuwenden haben. Als Rechtsanwalt, hier in diesem Fall, in anderen Fällen der User oder der Product Owner – sollte man nicht sagen “WIE” sondern “WAS”. Ich glaube, wenn Rechtsanwälte hervorragende Anforderer wären, dann würden sie im Anforderungsmanagement arbeiten (hoffentlich).

Die Krux ist in der Regel folgende – ein Gesetz oder etwas anderes schreibt vor wie etwas zu funktionieren hat (also das WAS). Dazu kommt oft auch ein WANN. Jetzt denkt man: So, bis dahin müssen wir das alles geliefert haben. Oder als Kunde / Product Owner / User: Bis dahin müssen die das geliefert haben. Und dann wird gebastelt getan gemacht, der Stichtag kommt, die Spannung steigt und PENG – es geht nicht. Das ist bei so kleinen IT Projekten wie beA nicht anders als bei Großprojekten. Solange in einem “Alles-Auf-Einmal” Modus gearbeitet wird, geht eben entweder alles auf einmal schief, oder es klappt – alles auf einmal.

In der IT hat sich mittlerweile der Gedanke verfestigt, dass diese traditionelle Methode der Abarbeitung nicht optimal ist. Häufig bestehen diese Projekte aus so vielen Komponenten (Communication Management ist da ein Überbegriff für viele Komponenten, genauso wie die Technik selbst aus 100en von Komponenten besteht), dass die Abhängigkeiten unüberschaubar werden. Eine etwas moderneren Methode, die in der IT seit Ende der 80er genutzt wird, ist eine iterative herangehensweise. Es werden Funktionen live gesetzt, lange vor dem eigentlichen Enddatum um die gesamte Kette aus Spezifikation, Entwicklung, Test und Release zu prüfen, zu automatisieren und von Fehlern zu bereinigen. Am D-Day wird das was man die letzten Monate schon in der Produktion hatte zum 1001 Mal getestet und letzten Endes ist es garnicht so aufregend. Außer vielleicht, dass man es geschafft hat 🙂 (Bei 1001 Mal testen bitte an automatisiertes Testen denken, nicht an 1001 Mal muss ein Mensch dieselben Sachen manuell prüfen).

Bei dem beA gehörte ganz offensichtlich die Sicherheit des Systems in den Kern der Anwendung. Also hätte das Teil der ersten Lieferung werden müssen, die auch die Öffentlichkeit, lange vor dem eigentlichen Veröffentlichungstermin hätte bekommen müssen.

Die meisten großen wie kleinen Projekte, die ich kenne, die fehlschlagen, haben in der Regel nicht zu wenig Dokumentation sondern zuviel. So viel, dass die Projektkosten explodieren, weil man meint, wenn man nur alles gründlich läse, würde man die perfekte Software hinbasteln können. Und es ist schon verführerisch zu glauben, dass die 6534 Seiten Lastenheft alles beinhalten, was man braucht. Ist aber nicht so. Jetzt könnte man einwenden, auf den 6534 Seiten stünde nur Murks. Ok, lass uns Fachleute holen, die das genauer niederschreiben. Die sind dann bestimmt in der Lage, genug Zeit vorausgesetzt das ganze auf 4321 Seiten zu verdichten und den Murks zu entfernen. Kann es jetzt losgehen? Kommt drauf an, was in dem Lastenheft steht – ist es eindeutig? Sind Gesetztestexte eindeutig? In der Regel ja nicht, man braucht in der Regel Rechtsanwälte und Richter, Gesetzeskommentare etc. um die nicht ganz eindeutigen Gesetze in dem spezifischen Fallkontext zu deuten.

So ist das leider auch mit der Verschriftlichung von Anforderungen. Das ist einer der Hauptgründe für “User Stories” – also kleine Anforderungen die in einem kurzen Zeitraum implementiert werden, über die man dann spricht und dadurch aus IT und fachlicher Sicht gemeinsam deutet. Anstatt 4321 oder 6534 zu lesen ohne jede realistische Möglichkeit das dann im einzelnen zu deuten. Natürlich ist das Lastenheft die Deutung des Pflichtenheftes – aber beides wird gedeutet, unterschiedlich verständlicherweise und am Ende hat man bestenfalls eine gute Deutung.

Blöderweise dauern die Dinge alle. Ich muss die Seiten schreiben, lesen, deuten, umschreiben, dann das Lastenheft schreiben, zurücksenden, abstimmen, deuten, umschreiben. Da vergeht gut und gerne Zeit, Monate und Jahre. In der Zwischenzeit ist nichts geliefert worden, teilweise sind die Projekte überholt, Grundannahmen nicht mehr valide. Das lässt sich auch schwer planen, wie lange diese Phase dauert. Man müsste dazu ja antizipieren, wieviele Schleifen die jeweiligen Dokumente drehen müssen. Man müsste antizipieren, welche Grundannahmen zwischenzeitlich überholt sein werden (Verschlüssungelungsverfahren geknackt was eingesetzt werden sollte, Open Source Projekt eingestampft oder vom Geheimdienst unterwandert, Lieferant pleite gegangen…) und auch die Gesetze könnten sich geändert haben, bspw. durch EU Recht oder das Bundesverfassungsgericht. Wenn ein Projekt mehrere Jahre läuft können alle diese Dinge eintreten, sie sind nicht vorhersehbar und nicht einkalkulierbar. Nehme ich einen Puffer, der die Unwägbarkeiten in Form einer Risikorücklage mit reinrechnet, komme ich bei allen denkbaren Risiken eventuell auf einen grünen Zweig, aber bei denen, auf die keiner kommt, habe ich trotzdem gelitten.

Ich verstehe, dass es die meisten Menschen sehr verunsichert, wenn sie hören, das etwas nicht planbar wäre. Aber entweder man gewöhnt sich an eine Unsicherheit oder man gibt sehr viel Geld dafür aus, jegliche Unsicherheit auszumerzen um dann am Ende festzustellen, dass das ausmerzen der Unsicherheit am Ende das Projekt den Kopf gekostet hat (siehe Informationskosten).

Wir brauchen mehr Transparenz. Und wir sollten aufhören mit den langen Pflichten- und Lastenheften und anstelle dessen gerade bei öffentlichen Projekten in kleinen Teilschritten liefern. Bis zum Ende, bis zur Öffentlichkeit. Damit die früh die Gelegenheit bekommt eine Rückmeldung zu geben und die entsprechenden Stellen die Möglichkeit haben zu reagieren. Damit wir nicht am 27.12 herausfinden dass ein Projekt, geplant für den Start 01.01. nicht live gehen kann. Sondern vielleicht viel, viel früher.

 

Geldautomaten in Deutschland

Bei der FAZ (http://www.faz.net/aktuell/finanzen/das-kostenlose-girokonto-verschwindet-vom-markt-15365549.html) wird schlecht recherchiert und dann irrwitzig kurz gepostet.

Das ist in etwa auf der Schaffenshöhe wie dieser Blogeintrag, nur dass ich nicht bei einer der größten Tageszeitungen Deutschlands schreibe, kein Journalismus versuche etc.

Trotzdem hat es mir einen Mehrwert gebracht, durch die Kommentare unter dem Artikel. Es wäre wirklich mal interessant zu sehen, was die Banken durch das Geld was ich bei ihnen anlege verdienen. Durch Dispokredite etc.

Das wäre mal fair.

DayZ – empty promises

Hi guys,

DayZ promises are down the drain.

I have been playing this game since 2014 for roughly a couple of years. This how my personal mood developed for this game over time. And of 41.000 other people.

dayz

This game had a very promising start, but the inability of the development team to quickly iterate towards better versions simply took eventually all the fun out of this. What is remaining is a base of people who either haven’t given up hope yet or are true fans. I admire their strength and resilience.

DayZ had a few problems at the beginning. In most games those bugs wouldn’t have been too fundamental, but here they were. The inability to fix them lead to a losing trust.

In the next few years the game significantly developed in a few areas. A lot of in-game clothings and equipment were added. They implemented a new renderer. They probably fixed some bugs, but the game felt stale, as it still was suffering from a lot of issues.

Now, 3 years later we are not really close to stable, not to 1.0 and haven’t seen great progress either.

In the early beginning of 2017 PUBG was started. That game suffered from showstopper-bugs right from the start, quickly iterated over a few versions and with its rather simplistic approach completely rocked the world. Almost 3.0 Mio players playing it right now.

oubg

There are plenty of excuses to make and proper explanations for where DayZ suffered. And I could imagine in a few years DayZ might be back, as the game itself is great, the idea convincing. But at the minute, if they had to earn money with it still, they would have issues.

Luckily DayZ was given a huge perspective and was sold more than 3 million times by now. This means quite a good amount of cash was given to Bohemia and hopefully this money will carry the development to a stage where this game is playable and worth playing again.

The biggest issue in my eyes is that the development team tried to forecast when they would be ready. A lot of these estimates were wrong. Wrong by years. That is something a community isn’t able to survive in the long run.

Is DayZ dead? No, it still has a chance to be resurrected. But it was in my eyes a completely wrong approach on development practice. Quickly iterating over the product wouldn’t only have helped in keeping the community alive but actually receiving feedback. It would have established a form of trust, that this team is able to get things over the line.

Scrum and its terminology

Since a while I am doing Scrum. A bitt less these days, but the different perspective I have now allows me to let my thoughts linger a bit around Scrum and not so much within.

While my thoughts did what they do during a 3 week holiday, one kept stubbornly reappearing.

I must admit that Scrum is really simple from terms, rules, framework, method point of view. It’s hard to do, yes – but easy to explain. I have problems with the terminology though. Scrum is for Germans no word. It’s for most British people I met neither a word – so it becomes an akronym. If I explain that it comes from Rugby and a few more theings, the British at least now what Rugby is, while Germany does not. So there is no recognition, connotation or connection to make at all for the Germans.

Then we come across the word “Sprint”. Ryan Ripley wrote already about it a while back. And I disagree. Suggesting that you can run something like an ultra-marathon in sprints does carry the sustainability effect. It doesn’t transport anything actually. Sprints deliver a piece of working software – Sport-Sprints are the end-result. Once you are over the finish line you are done. The Sport-Sprint is the only aim – and the next Sport-Sprint which follows is maybe days later. In contrast to the duration of a Sport-Sprint (10-30 seconds) and then hours of rest, in Scrum it works the other way around. Days of Sprint and hours of rest. I agree, it is intense, as Jeff / Ryan describe it, but a marathon is too.

Planning and Retrospective are fine. Scrum as a definition for this method is in these days probably not to change, because it has developed like a brand. But we could change Sprint to something more meaningful, which carries the message across, of incremental delivery, sustainable pace, (sustainable) intensity and relatively short. So we have to answer:

  • What is short?
  • Can be repeated often with short breaks in between?
  • We get better over time if we do it correctly?
  • Delivers every time we complete it a working result?

Another word is agile. Unfortunately it transports everything and nothing. People are using it from the dictionary, others mean the agile manifesto and a whole library of wisdom. While Scrum is to me a rather neutral word, agile is positive but abused. It is abused by some not intentionally as they believe it comes from the dictionary. If you say “Autoencoders” people will say “Hä?” (at least in Germany). You will have to explain.

If I say “Agile” people will nod. Because they can translate the word. If I deliver something fast but not sustainable they will still call this an agile approach. If I deliver something which doesn’t form a slice of the software, but fast, they will call it agile. They will call anything which is “quick” “agile”. I don’t fucking mean agile, I mean agile!

Thanks for reading,

Dennis

 

#Brexit

When I visit the dentist and he drills a hole into a tooth or pulls one out, I always feel a little bit of pain and in a second stage, which lasts usually the complete day, a feeling if being very intimitately touched without actually giving the allowance to do so. I feel very deeply touched, hurt and I want to bury myself in my bed and wait until that feeling casts off.

On the 23.06 52% of the british people did use the opt-out option Cameron/British politicians had offered them. The opt-out of the European Union. The feeling – two teeth being pulled out by the dentist. I feel so touched in my personal being by this act, it is actually a bit surprising even. I don’t count myself to a group of people which is easily moved.

What I like about the referendum that quite a lot of people, young and old, did want to stay in the EU. That if I go to London and Swindon in the next few weeks, I will talk to my colleagues and cab drivers and whoever I get and hope to have in 50% of the cases a rant about the #Brexit, which I then will join by saying how sad I find this decision. And that they should come back asap.

On the other hand: I believe really that Cameron has failed the EU much more than his people. Politicians act, when they act publicly (newspapers etc.) as an opinion-maker. In that case Cameron did with a lot of perseverance drilled a hole into the people’s opinion. He carved words into the walls of that hole, which said that the EU is only worth being in, if it changes.

 

Scrum Webinars – becoming a CSP

Today a watched a few more of the webinars – another 3 and I have the 70 required points to eventually become a CSP.

I must admit that besides all the practical background it’s very interesting to get either theoretical backup or insight of what other coaches do.

The most outstanding learning or discovery of today was the idea to have company wide retrospectives. More in general, whilst the coach used them to review the agile adoption of the company, I could imagine a company wide retrospective must always be a VERY interesting learning exercise. We are above 1000 employes, spread across the globe. It’s really something I’d like to try one day.

 

P.s.: In the beginning I doubted a bit that these webinars would be proving useful, but after watching about 7 or 8, I must say almost all of them have at least one exciting ingredient.