Der Erste

Heute auf SPON einen von Sibylle Bergs Beiträgen gelesen. Die Idee fand ich nett, in die Zukunft schauen anstatt den X-ten Jahresrückblick. Don’t cry over spilled milk. Besonders gefallen hat mir der Abschnitt

“Es wurde eine Weltregierung gebildet, die global funktioniert, und die aus Wissenschaftlern besteht, die wissen, dass alles zusammenhängt, das Klima mit den Kriegen, die Bildung mit dem Daesh, große Firmen mit dem Versiegen von Trinkwasser und unkontrollierte Flüchtlingsströme mit dem Erstarken von Populisten. Also mit Schreihälsen, die keinen Plan haben, aber die Unzufriedenheit der Menschen in prima Parolen verpacken.”

Und der Teil noch:

“Leute, die aufgrund eines Hirndefekts nur an Macht interessiert sind, ohne irgendeinen Ansatz zur Verbesserung der Lebensbedingungen aller zu haben, werden Sie immer am lauten Brüllen erkennen. An Verächtlichmachung und Abwerten von Randgruppen und Intellektuellen. Wissenschaftsfeindlichkeit ist ein Zeichen von Dummheit, Humorlosigkeit dito.”

Vielleicht taugt diese Methode tatsächlich um auch in anderen Bereichen Populisten zu enttarnen, wenn alles was schlecht ist in Parolen gesteckt wird anstatt mit dem gleichen Effet für Lösungen zu werben. Was mir dann wieder zu einfach wird, wenn Frau Berg es mit Lösungen probiert, gerade an der Stelle mit der “Mehr Geld für Bildung”. Ja, dafür bin ich auch. Ich glaube das schreiben die meisten Parteien auch in ihr Programm. Das ist auch wieder zu einfach. Wo soll das Geld weniger werden, wo mehr? Hätten wir auf die Bankenrettungen verzichten sollen? Ich meine Ja, aber es gibt viele gute und plausible Gründe warum das noch übler gewesen wäre, als sie zu retten.

Bundeswehr? Wäre für mich persönlich verschmerzbarer, wenn wir ein paar gescheiterte Rüstungsprojekte weniger hätten oder uns die zusätzlichen Stellen sparen würden. Vielleicht müssten wir auch nicht tatsächlich versuchen die Europäische USA zu werden oder zu bleiben.

Gute Ideen sind rar, Umsetzungen schwierig. Ein T-Shirt mit “Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden” passte schon immer, ist einfach in der Herstellung und trifft für viele den Nagel auf den Kopf. Nur dass dieses “Nagel auf den Kopf treffen Gefühl” mit einem “Meine Situation muss sich verbessern einhergeht” und warum grundsätzlich bei der Verbesserung oft andere, eher Unbeteiligte (aka Politiker) als Lösungsmittel fungieren sollen, das ist mir schleierhaft. Wenn “ICH” mit der Gesamtsituation unzufrieden bin, dann bin “ICH” auch der einzige der etwas ändern kann. Ändern bedeutet aber nicht 5 Minuten in die nächste Bundestagswahl investieren, sondern selber anpacken. Wählen gehen natürlich auch.

Ich bin beispielsweise mit der Gesamtsituation recht zufrieden, aber ich bin mir sicher, dass in 2017 auch noch einiges an Optimierungspotential gehoben werden kann. Fangen wir mal damit an, was “ICH” konkret ändern kann 🙂

Letzens kam der UPS Mann an die Tür

Er (mit Fluppe im Mund): “Sindse Frau X?”

Meine Frau: “Ja.”

Er: “Wie ist denn die Postleitzahl?”

Sie: “XXXXX”

Er: “Hm. Ja. So…. Ja, ist scheiße wenndes alles nich voreingestellt is, dann muss man die ganse Kagge selber eingeben.”

Sie: “?”

Er: “Schüss”

(Und ja er hat auch ein Paket dagelassen. Die Wohnung stank dann noch 20 Minuten nach Rauch, während wir vor uns hin grinsten.)

Für gut

Immer wieder liest man es. Ob es nun bei dasnuf oder Anke Gröner ist, immer wieder “Yolo” oder “Für gut” und natürlich auch auf diversen anderen Blogs. Immer wieder die Erkenntnis, das wir vergänglich sind, der Schluss daraus auf XYZ nicht warten zu wollen und dann endlich die Unterhose, den Schlüsselanhänger, den Wein, was auch immer zum ersten Mal zu benutzen, öfter zu benutzen, zu trinken, zu kaufen, zu essen. Ich wollte schon immer mal meine Unterhose essen, äh ne.

Und so profan diese Erkenntnis ist, wir werden nicht oft daran erinnert wie vergänglich wir sind. Aber es ist etwas, an das uns tote Menschen die uns nahe waren erinnern – entweder durch das was sie nicht getan haben, nicht benutzt haben oder die Hinterbliebenen/wir noch gerne mit ihm oder ihr unternommen hätten.

Ich hatte kürzlich einen Fall wo ganz plötzlich der Opa, Sohn, dreifache Vater, Cousin und Onkel schlagartig mit Punkt 65 verstarb. Das war hart. Es war hart, weil die Familie noch komplett war und ihn alle vermissen werden. Es war auch hart, weil wegen wenig Geld viele Dinge tatsächlich verschoben wurden, auf die Rentenzeit.

Er hatte ein erfülltes Leben, diese große Familie wohnt noch wie in alten Zeiten sehr nah beinander oder teilweise sogar mit vielen Generationen im gleichen Haus. Für alle war es ein Schock, aber ich hatte trotzdem bei dieser Familie das Gefühl, dass sie nicht so stark im Vordergrund sahen, was sie alles mit ihm nicht gemacht hatten. Das war schön, offensichtlich hatten sie und auch der Mann ziemlich intensiv das gemacht, was sie gerne wollten. Beieinander sein, Zeit füreinander haben, sich gegenseitig helfen und sich zu lieben.

Einerseits reißt der Tod ein Loch in diese Gemeinschaft, aber gleichzeitig fühlte man die sehr starken Bande die unsichtbar gewebt waren und in die sich alle hineinfallen lassen konnten. Es war schrecklich traurig und sehr ermutigend zugleich.

Game Over II

I just bought a week ago a new graphics Card. I thought I found out how the cookie crumbles, found gaps in those over 30 days where I could easily play without impacting things. I bought a new graphics card. It was supposed to be much faster than my old one.

After installing it and not actually having a 3 month break but only 1 month, I played in the first gap. My wife was studying at this moment. Perfect. The phone rings. Damnit. My father on the line, who is in rehab from black skin cancer. I spoke to him an hour whilst continuing my game at the same time. We ended the call and I felt bad, because I knew I didn’t focus really on the conversation.

The next opportunity came along 3 days later. It was fine. Then on the fourth day one opportunity which had to be convinced to actually be an opportunity. I played too long. I played longer, and I played with a colleague a part of the game I actually didn’t appreciate too much. I need this game to work a 100% of the time, meaning no breaks, no stops, no frustration, just blasting away fullstop.

Then I started thinking whether I was playing too much already. I also need to mention that the performance was absolutely not as expected.

Overall after a week of trying I can’t seem to fit this kind of gaming into my current life without sacrificing something which is more dear and precious to me than a successful in Arma 3. So the graphics card goes back to Amazon (apologies for that guys, I did my best to pack it 110% as it did arrive) and I will take another break. Looking forward to it, I really liked the last one I must say.

Ein Stöckchen (das keins ist)

Anke Gröner hat gerade einen Fragebogen bearbeitet, den ich auch ganz nett finde und mir daher das Stöckchen grabsche.

1. Eine Abenteuerreise wartet auf Sie. Was wäre für Sie das absolute Abenteuer?

Mein Vater hat mir mal mit 9 oder 10 Jahren versprochen, dass wir zusammen in den Dschungel gehen, wenn ich 18 bin. Ich habe mich darauf gefreut. Mit 10 Jahren habe ich mir ein Dschungelmesser gewünscht, und habe ein tolles bekommen. Ich habe mich immer wieder daran erinnert, ihn immer wieder dran erinnert, und manchmal haben wir ein wenig gesponnen wo wir hingehen würden. Irgendwann mit Ende 17 waren wir so tief in der Scheiße des Indexoptionshandels gefangen, dass wir nicht mehr wirklich in den Urlaub gefahren sind. Dann waren wir pleite. Und irgendwie hatte dann auch keiner mehr Lust zu dem damaligen Zeitpunkt. Jetzt bin ich mitte 30…und irgendwie würde ich schon gerne mal mit ihm in den Dschungel.

2. Sie dürften bestimmen, wer eine Spende von 10.000 € bekommt. Wer wäre das und warum?

Jemand dem diese 10.000 Euro fehlen um mit seinen Kindern zusammen sein zu können. Ich habe letztens auf faz.net eine Geschichte über eine Frau gelesen, die schwanger aus Nigeria geflüchtet ist. Die älteren Kinder hat sie zurückgelassen (älter heißt unter 10 Jahren alt). Das wäre für mich die Hölle. Ich glaube 10.000 Euro würden ihr reichen um die Kinder nachholen zu können und bei bescheidener Lebensweise ganz gut über die Runden zu kommen, ein Weilchen.

3. Für einen Tag dürften Sie in die Haut eines anderen Menschen schlüpfen. Von wem wüssten sie gerne, wie sich sein Leben anfühlt?

Frau Merkel. Ich finde ihre Haltung immer noch beeindruckend – vor allem wie sehr sie sich zurückhält und nicht austeilt bei den ganzen Provokationen. Ich würde gerne mal wissen warum das so ist, ob sie das viel Nerven kostet oder ob sie einfach an manchen Stellen eine extrem dicke Haut hat.

4. Und welches Tier wären Sie gerne, wenn das möglich wäre?

Ein Affe (Schimpanse bspw.) die sollen sehr stark sein, sind für Tiere noch recht intelligent und können super toben und klettern.

5. Hat schon mal ein Traum Ihr Leben beeinflusst?

Es gibt einen Traum, der in meiner Jugend immer wieder kehrte. Ich erinnere mich nur noch dumpf, dass es um einen Turm ging, den ich hoch gehe. Im ersten Geschoss in dem ich ankam, gab es keinen Boden. Jemand kam hinter mir die Treppe herauf. Ich konnte nicht weiter, denn es gab keine Treppe mehr und keinen Boden. Die Wände waren voller Blut. Das hat mich lange begleitet. Irgendwann wusste ich dann, das nichts passieren würde und ich wartete auf denjenigen der die Treppe hochlief. Komischerweise kam der dann nicht mehr und ich stand nun vor dem Turm. Der von Efeu umrankt war. Es war ein heller Sommertag. Ich lief wieder die Treppe rauf.

6. Lieblingsbücher liest man gerne mehrfach. Welches haben Sie am häufigsten gelesen?

Schwierig. Kandidat wäre Winnetou III von Karl May oder Wolfgang Hohlbein – Märchenmond oder Der Greif. Oder Ian Rankins Rebus Reihe…

7. Wenn Sie in ein anderes Land fliehen müssten, dessen Sprache Sie nicht sprächen und wo Ihre Berufsausbildung nicht anerkannt würde, mit welchen Fähigkeiten könnten Sie sich den Lebensunterhalt verdienen?

Computer reparieren, ein paar handwerkliche Sachen. Oder ich würde meinen Körper verkaufen, hohoho.

8. Verraten Sie uns ihr Lieblingskuchenrezept?

Russischer Zupfkuchen. Schmeckt super, ist einfach genug und gelingt mir immer.

9. Unter Ihrem Balkon soll jemand ein Ständchen singen. Sie dürfen sich Sänger und Lied wünschen. Also, wen und was wünschen Sie sich?

Sängerin, wenn schon. Vielleicht Anke Gröner und die darf sich etwas aussuchen. Würde gerne mal hören, wie sie singt.

10. Auf welche fünf Lebensmittel können Sie nicht verzichten?

Pepsi. Ich durfte als Kind nur eingeschränkt und das ist noch heute mein Lieblingsgetränk. Hamburger. Pizza. Nudeln. Käse. Dazu Rotwein.

11. Die Elf ist die Zahl des Narren. Wenn Sie sich denn verkleiden würden, als was würden Sie zum Karneval gehen?

Als Engel, mit graublauem Gesicht und gigantischen Flügeln die nicht kaputt gehen, so 10 Meter Durchmesser. Einem echten Schwert, was so lang ist wie ich. Ledersandalen. Weißem Legionärsausgehanzug. Achso, und ich könnte natürlich fliegen. Soviel zum Narren. Mein Schwert würde Feuer spucken, wenn ich es aus der Lederscheide ziehe. Meine Augen hätten um die Pupille eine Flammenkontaktlinse…ich sehe schon, äh ja sorry. Servus!

 

Scrum is not a process

Recently the new Scrum Master in my team was convinced that Scrum is a process. And that new processes within that process are her ideas. This was all written in one email and I was slightly upset about it.

Because Scrum isn’t a process, you can read this if you want. It is a model, a development strategy, a framework (if you ask wikipedia). If you ask me, it is also an idea, an attitude, a certain perspective on working life and software development in particular.

The second thing which hit me was “my process”. The core ingredient of Scrum is a self organised team. It creates its own processes where they find they need one and the Scrum Master can facilitate this process to observe ideas, attitudes, perspectives and values in that process which are against the agile mindset – and can try then to coach the team how amend the process so it fits into the agile landscape. By showing the impact of not doing it, doing it, doing it differently. Last but not least, if things go wrong, the retrospective is one culmination point to observe and adopt.

To me, who is living and breathing agile since almost 5 years now, it is really tough to observe those statements in a calmly . As this were just two out of 10 points to pick from her email, I left it very brief and just wrote “Scrum is not a process”.

But then, I did the same mistakes probably too. I can definately remember that at the beginning sometimes didn’t grasp what my mentor these days was trying to tell me – or how he always made these agile-wise decisions. Today, it’s almost like a shiver I have on my skin when someone says something in any context, where I sense it is not agile. Agile has become something to me like a genetic identity. Not agile does not work for me any more.

I have seen how the agile transition formed our team over countries into a under these circumstances very well working team, with a great team spirit and simply that, not counting story points here, is priceless.

 

Flüchtlinge Ltd. – ein kleiner Rant und “Flüchtlinge Revisited”

Der Rant

Jedes Thema hat so seine Halbwertszeit. Flüchtlinge sind für die Medien uninteressant geworden. Man kann und hat alles schon erzählt, was auch auf den ersten Blick klickwert war. Soundsoviel Flüchtlinge pro Tag, pro Woche, an einem speziellen Samstag kommen könnten, im Quartal – ich hatte ein wenig Probleme eine “pro Monatsangabe” zu googeln. Da ist also noch ein wenig Luft.

Ja – man hat es also durchgekaut und da die Flüchtlingszahlen sich ca. halbiert haben wird es einfach uninteressant darüber zu berichten. Auch wenn es bedeuten würde, wenn dieser schwächere Zustrom beibehalten würde, hätten wir 2016 trotzdem noch 1,3 Mio. Flüchtlinge. Aber das spielt keine Rolle mehr, denn wir haben jeden Schwachsinn schon dreimal gehört, und es gibt in der Kurzlebigkeit in der wir die Medien heute leben einfach kein Interesse darin, solche Dinge langfristiger zu verfolgen. Als das gibt’s schon, ist nur im Vergleich zu dem Hype zu Beginn eines solchen Themas derart schwach ausgeprägt, dass es in einem halben Jahr, wenn dann mal was dazu geschrieben im Vergleich zu dem Hype der dann tobt einfach irrelevant klein.

Ich fühle mich ziemlich gut informiert über die Reiserouten, die Anstrenungen der Flucht und einigermaßen über die Gründe. Ich weiß aber so gut wie nichts darüber, wie es danach weitergeht. Wieviel werden täglich abgeschoben, wieviele täglich anerkannt? Wie viele finden innerhalb der nächsten Monate einen Job und was ist eigentlich aus den ganzen Initiativen geworden um Flüchtlinge mit dem Arbeitsmarkt zu verkuppeln?

Initiative um Flüchtlinge und Arbeitsmarkt zu verkoppeln – seit dem Hype nichts mehr gehört und heute wieder mal besucht

Da gab es etwas vor einigen Monaten, was ich bei Deutschlandfunk gehört habe – das nannte sich workeer. Da ich wie oben angemerkt im Anschluss nichts mehr darüber gehört habe, besuchte ich die Website.

Über workeer habe ich folgendes herausgefunden: Stand heute Mittag standen 1828 Jobs 1330 Bewerbern gegenüber. Auf den ersten Blick – viele Praktika geringfügig bezahlt (400-800 Euro), ganz viel auf Stundenbasis 8.5-11,5 Euro pro Stunde und dann noch einige Jobs mit Monatsgehältern um die 2-3 Tausend Euro – und ein paar Stundenlöhne zu 15 Euro die Stunde. Nicht zu vergessen diverse Ausbildungen, mit üblichen Ausbildungsgehältern. Vieles davon interessante Jobs, manches auch Hilfskraft, auch die Praktika ganz interessant.

Seitens der Flüchtlinge viele mit 2-4 Fremdsprachen auf dem Kasten und viele die Berufserfahrung vorweisen können. Bspw. ein 22-jähriger der zertifiziert Spanisch und Deutsch A2 beherrscht (das ist noch ziemlich ausbaufähig), Türkisch B2 (das ist schon ganz ok), Englisch C1 – das reicht für eine flüssiges Gespräch und Arabisch als Muttersprache. Dieser 22-jährige in eine Ausbildung gesteckt und dann in einen Job mit internationalem Publikum…eigentlich müsste das doch der Renner sein. Ich wünsche workeer und den Suchenden wie Anbietenden noch viel Erfolg.

Eigene Betrachtung der Altersstruktur von Flüchtlingen

Was ich auch interessant fand und als etwas…zusammenfassendere Übersicht nur empfehlen kann ist die Statistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Schaut man sich die Verteilung in Altersgruppen an, ist sie gefühlt reziprok (im Sinne von umgekehrt) zur Altersstruktur in Deutschland. Während gut 30% der Flüchtlinge 18 Jahre oder jünger sind, bzw. 80% 35 Jahre oder jünger, so sind 45% der Deutschen über 40 Jahre alt.

Kleines Fazit – vielleicht voreilig, vielleicht zu optimistisch aber hoffnungsfroh

Verknüpft man die Altersstruktur der Flüchtlinge mit dem Arbeitsmarkt kann es nicht anders sein, finanziell und personell werden sie unserem Sozialstaat aus dem Demografieproblem heraushelfen. Wir werden pflegende Hände für die alternde Bevölkerung haben, genauso wie mehr Menschen die wieder in die Sozialkassen einzahlen. Dazu Menschen, die friedlich sind und Frieden anstreben. Die veränderungsbereit und veränderungswillig sind. Menschen, die in der Lage sind nicht nur sprachlich, sondern auch kulturell zwei Welten zu verstehen. Die eine Brücke sein können zwischen Europa und den Konfliktherden dieser Welt. Die eines Tages vielleicht auch teilweise zurückkehren, und diese Länder wieder aufbauen können – und Deutschland damit die Chance heute geben mal wirkliche Entwicklungshilfe zu leisten die wirklich nachhaltig und sinnvoll ist. Und nicht zuletzt uns Deutschen die Möglichkeit geben einen Einblick in ihr Leben und ihre Kultur zu geben, so dass unser Leben dadurch bereichert wird, wenn wir sehen, dass manches auch anders geht.

Taschengeld

Nein, es geht nicht um Kinder – auch nicht um meine – sondern wie es sich bei der narzistischen Bloggerei gehört um mich. Und da ich jovial loyal sein will, behaupte ich um uns. Oder Euch?

Also – seitdem wir Geld verdienen (meine Frau und ich) – kommt alles en bloque auf ein Konto. Gekauft wird in der Regel nur was notwendig ist, Ausnahmen bestätigen die Regel. Früher, bevor ich Geld verdient habe, hatte ich Taschengeld. Damit konnte ich mir Schrott kaufen. Es war nur eine Frage der Zeit und der Schrott konnte teurer werden, ich hatte ja länger gespart.

Als Erwachsener spare ich nicht mehr. Ich hoffe einfach, das ich genug verdiene das davon die notwendigen Dinge und die Ausnahmen bezahlt werden können. Alle 30 Tage schaue ich aufs Konto und stelle fest das es mehr wird, oder weniger, aber wenn es unter dem Strich mehr wird, dann ists ok.

Viel analytischer wird es nicht. Mich interessiert weder die prozentuale Aufteilung des Budgets in Lebensmittel, oder sonstiges. Wir haben das mal gemacht, war aber nur um herauszufinden, ob wir nur mit einem Gehalt hinkommen würden. Aber das war schon ziemlich öde.

Eine schnellere Grafikkarte zu kaufen ist definitiv in die Kategorie Schrott zuzuschreiben, wenn die alte es noch macht, und man lediglich ein paar Bilddetails runterschrauben muss und es läuft dann trotzdem noch. Dazu kommt, dass eine neue Grafikkarte recht teuer wäre. Daher ist es extrem schwer zu ermitteln was gerechtfertigt wäre.

Der Verkauf meiner alten Grafikkarte macht es natürlich erheblich einfacher, jetzt muss ich mir eine neue kaufen (also so in 3 Monaten…und auch nur wenn ich mich dazu entscheide, dass die Opportunitätskosten in puncto Zeit und Geld nicht zu hoch sind). Und da kaufe ich mir natürlich keine lahme, sondern was flottes neues, was dann wieder 3-4 Jahre hält.

Aber ganz grundsätzlich finde ich das mit dem Taschengeld problematisch. Ich möchte manchmal unvernünftiges Zeug kaufen, mache das aber nie.

Unvernünftig ist alles was nicht muss. Friseur nach 4 Wochen, neue Hosen bevor die alten reißen, neue Schuhe bevor bei den alten die Sohle durchgelaufen ist, neue Oberteile bevor sie mir nicht mehr passen weil ich zu dick werde oder die kaputt gehen…und da manche Sachen einfach nicht kaputt gehen, habe ich noch mein erstes Hemd was ich auf meinem ersten Bewerbungsfoto hatte. In der Tat, mein erstes Sacko passt mir nicht mehr, liegt aber daran, dass ich das schon mit 15 hatte für eine Hochzeit und seitdem tatsächlich größer geworden bin. Und dicker. Klar.

Mich würde ja mal interessieren wie ihr das macht, habt ihr ein Betrag X für Quatsch im Monat/Jahr? Legt ihr den bewusst zur Seite? Oder was?

 

 

 

Jahresendaufräumarbeiten

…oder die Fähigkeit Substantive zu verketten 🙂

Also, ich hab ja mit dem Zocken aufgehört. Schluss. Aus. Ende. Pause! Kommt ganz gut am Ende des Jahres damit anzufangen, weil soviel Krempel liegen geblieben ist…eine unvollzählige Aufzählung

  • Das ganze Haus aufräumen (muss noch)
  • Fahrradgeschichten
    • Kinderfahrrad vom Jüngsten: Satteltausch
    • Mein Fahrrad: Seilzug wechseln, Bremsen nachziehen, neue Lenkergriffe (40 cm) aufziehen (geht super mit Seife oder W40), neue Glocke weil alte nur noch zur Hälfte existierte, die andere abgefallen
  • Weihnachtsbaum kaufen
  • Grußkarten für nach Neujahr gestalten (ich bekomme immer soviel Karten um Weihnachten, dass ich vor lauter lesen garnicht dazu komme eigene zu schreiben…)
  • Feststellen, dass meine Schwestern und Partner noch nichts bekommen
  • Feststellen, dass ich für meine Lieblingsnachbarn/Freunde noch nichts habe

Da ich das mit dem Fahrrad zum ersten Mal gemacht habe und sonst immer habe machen lassen bin ich mächtig stolz. Und addiere gedanklich 100 Euro auf mein persönliches Sparschwein für eine neue Grafikkarte.